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Thema des Monats Juni 2000: Grenzen der Selbstbehandlung
Für Eltern ist es oft sehr schwierig abzuschätzen, wann ihr Kinderarzt
zu kontaktieren ist. Mit der nachfolgenden Auflistung, die sicherlich
nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat, aber die häufigsten Probleme
im Kindesalter aufzeigt, will ich die Grenzen einer Selbstbehandlung zeigen.
Meiner Meinung nach sollten Eltern unbedingt ihre Kinderärztin oder ihren
Kinderarzt anrufen, wenn ihr Kind folgende Beschwerden hat:
Fieber
- Fieber über 39 Grad (bei Säuglingen: über 38,5 Grad, in den ersten 20
Lebenswochen bei jedem Fieber den Arzt benachrichtigen, besonders, wenn
das Baby nicht trinkt!).
- Fieber im Zusammenhang mit einem oder mehreren dieser Symptome: Bauchweh,
Erbrechen, Durchfall, Kopfschmerz, Nackensteife, Apathie.
- Fieber, das länger als zwei Tage anhält.
- Fieber, das ständig wiederkehrt.
- Fieberkrämpfe.
- Bauchweh, Erbrechen, Durchfall (auch ohne Fieber): Wenn die Beschwerden
mehrere Stunden anhalten und sich verschlimmern, Erbrechen
- Erbrechen mit Kopfweh und/oder Schwindel.
- Erbrechen mit Bauchschmerzen.
- Erbrechen nach einem Unfall oder Sturz. Durchfall
- Durchfall mit Fieber und Unterleibsschmerzen.
- Durchfall bei Säuglingen und Kleinkindern
- blutige Durchfälle Husten
- Husten mit Fieber.
- Husten, der über eine Woche anhält.
- Plötzlich auftretender, anhaltender Husten ohne Erkältung.
- Husten mit Atemnot und wenn das Kind nachts davon aufwacht.
- Beschwerden aller Art (zum Beispiel Fieber, Appetit- und Durstlosigkeit,
Benommenheit), die plötzlich und ohne erkennbare Ursache auftreten.
Wenn Sie unsicher sind, ob ihr Kind eine ärztliche Behandlung braucht
oder nicht, fragen Sie immer bei ihren Kinderarzt oder praktischen Arzt
nach auch am Wochenende.
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