Homöopathie
... ist eine Methode der Ganzheitsmedizin
- Es handelt sich um eine ÄRZTLICHE Heilkunst. Homöopathische
Therapie wird in Österreich ausschließlich von Ärzten
ausgeübt
- mit ARZNEIEN vorwiegend aus dem Mineral- Pflanzen- und Tierreich
- welche als POTENZIERTE Arzneien, d.h. verdünnte und verschüttelte
bzw. verriebene (dynamisierte, energetisch verstärkte)
- EINZELMITTEL. Es wird immer nur eine Arznei verordnet, kein "Komplexmittel",
das aus mehreren Arzneien zusammengesetzt ist! (Komplexmittel sind aus
mehreren potenzierten Arzneien zusammengesetzte Medikamente, die nicht
nach homöopathischen Prinzipien sondern nach "schulmedizinischen"
Diagnosen verschrieben werden. Diese Medikamente können wohl wirksam
sein, ihre Wirkung ist aber nicht im Sinne der Homöopathie vorhersehbar,
weil ihrer Verordnung keine homöopathische Gesetzmäßigkeiten
– Ähnlichkeitsregel – sondern lediglich Erfahrungswerte
zugrunde liegen.)
- nach der ÄHNLICHKEITSREGEL verordnet werden. Ähnlichkeitsregel:
Eine Arznei heilt jene Beschwerden an Kranken, die denen ähnlich
sind, welche sie selbst an gesunden Menschen hervorrufen kann. Das Krankheitsbild
, das der Patient zeigt – in seinem körperlichen aber auch
seelisch-geistigen Befinden – entspricht genau dem Arzneimittelbild
- die Arzneien sind am gesunden Menschen geprüft; für das
"Arzneimittelbild" werden herangezogen: die Symptome der ARZNEIMITTELPRÜFUNG
– die Symptome, die der gesunde `Mensch bei prüfungsweise
eingenommener Arznei entwickelt, die Symptome aus der Toxikologie –
dem Vergiftungsbild die Symptome, die beim erkrankten Patienten geheilt
wurden, also gemäß der praktischen Erfahrung
- und werden entsprechend INDIVIDUELL dem Patienten nach einer ausführlichen
Anamnese verabreicht bzw. rezeptiert, unter Berücksichtigung aller
körperlich-seelisch-geistiger, konstitutioneller, biographischer,
sozialer und umweltbedingter Faktoren
- es handelt sich dabei um eine REGULATIONSTHERAPIE; das bedeutet für
die Indikationsstellung, daß alle Erkrankungen und Krankheitsprozesse
einer homöopathischen Therapie zugänglich sind, die in sich
regulationsfähige Anteile tragen.
- Homöopathie ist Medizin der Person!
- Der Mensch wird in der Homöopathie als eine untrennbare Einheit
von Leib, Seele und Geist betrachtet und behandelt.
- Homöopathie ist eine ärztliche Heilmethode
- Homöopathie darf in Österreich ausschließlich von
Ärzten ausgeübt werden.
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Alle Homöopathen haben eine "schulmedizinische" naturwissenschaftliche
Ausbildung und sind berechtigt, als selbständig praktizierende Ärzte
(Allgemeinmedizinier oder Facharzt) zu arbeiten.
Anschließend an die medizinische Ausbildung haben alle Homöopathen
eine mehrjährige Spezialausbildung (Theorie und Praxis) zu absolvieren.
Der Abschluß der homöopathischen Grundausbildung wird durch
das Ärztekammer-Diplom: Homöopathie anerkannt.
An diese Grundausbildung schließt sich eine regelmäßige
ärztliche und homöopathische Fortbildung an. Nur diese ausgebildeten
Ärzte dürfen sich rechtmäßig als Homöopathen
bezeichnen und auch als Homöopathen selbständig arbeiten.
Die homöopathische Grundausbildung in Österreich wird derzeit
hauptsächlich von der ÖGHM geleistet. Auch die Diplomansuchen
im Ausland ausgebildeter Ärzte werden von der ÖGHM geprüft
und über die ÖGHM bei der Ärztekammer eingereicht.
- Homöopathische Ärzte arbeiten mit Ärzten aller anderen
Fachrichtungen zusammen.
- Zur fachgerechten homöopathischen Behandlung gehören:
- Die genaue Anamnese (Erhebung der Krankengeschichte)
- Eine klinische Untersuchung des Patienten
- Eine genaue diagnostische Abklärung der Erkrankung
- Die klinische Verlaufskontrolle
- Das ärztliche Gespräch
- Aufklärung über andere Behandlungsmöglichkeiten sowie
Indikationen, Grenzen, Möglichkeiten sowie Verlauf der homöopathischen
Therapie.
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Die homöopathische Anamnese und Behandlung
In einem längeren Gespräch (abhängig von der Problematik,
der Erkrankungsdauer, dem Lebensalter des Patienten ca. ½ Stunde
bis mehrstündig) wird ein möglichst genaues Bild des erkrankten
Patienten erhoben:
- seine körperlichen Beschwerden und Krankheiten (jetzt und früher)
- seine psychische Befindlichkeit, Ängste, Sorgen, Lebensgrundsätze...
- seine Familienanamnese
- sein soziales Umfeld
- seine Biographie
- die genaue Beobachtung (Wahrnehmung) des Patienten
Nur durch diese umfassende Anamnese kann ein genaues individuelles Bild
des Patienten gewonnen werden, für das eine Ähnlichkeitsbeziehung
zu einer Arznei gefunden werden kann.In der Arzneifindung (Repertorisation,
Arzneimittelwissen) wird diese Ähnlichkeitsbeziehung zwischen Patient
und Arznei gesucht und gefunden. (Dieser Vorgang der Arzneimittelfindung
dauert ebenfalls oft eine längere Zeit, es gelingt auch nicht immer,
sofort die passende Arznei zu finden, besonders dann, wenn doch noch wichtige
Informationen vom Patienten fehlen)
- Anschließend erfolgt die Arzneigabe oder Arzneiverordnung
- die Beobachtung einer etwaigen Arzneireaktion
- eine genaue Verlaufskontrolle
- die ärztlich empathische Führung des Patienten.
Die weitere Behandlung des Patienten erfolgt in Folgeordinationen, deren
Häufigkeit von der Erkrankungsart und der Befindlichkeit des Patienten
abhängt. In diesen Folgeordinationen erfolgt eine ganzheitliche Zwischenanamnese
und meist auch eine klinische Untersuchung zur Beurteilung der letzten
Arzneiwirkung. Daran schließt sich die weitere homöopathische
Verordnung.
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Indikationen für eine homöopathische Behandlung
REGULATIONSMETHODE: Überall, wo Prozesse gestört, d.h. regulierbar
sind, ist die Homöopathie wirksam. Zerstörtes und Fehlendes
kann homöopathisch nicht ersetzt werden. Zerstörte und fehlende
Strukturen ziehen aber immer gestörte Regulationen nach sich, die
homöopathisch beeinflußbar sind.
- CHRONISCHE KRANKHEITEN
- AKUTE KRANKHEITEN
- ALLE LEBENSALTER (von d. Geburt bis zum Tod)
- MÄNNER, FRAUEN und KINDER
- KÖRPERLICHE und SEELISCHE KRANKHEITEN
- PSYCHOSOMATISCHE KRANKHEITEN
- KRANKHEITEN, die man HEILEN kann
- KRANKHEITEN, die man "nur" BESSERN kann
- HOMÖOPATHIE ALS ALLEINIGE Methode oder in KOMBINATION mit ANDEREN
Methoden.
IMMER GILT:
Homöopathie dort, wo die Methode angezeigt ist in Zusammenarbeit
mit anderen Methoden, wo nötig
Die Grenzen der Methode liegen:
- in der Art der Erkrankung
- in der Regulationsfähigkeit des Patienten
- im Wissen und Können des behandelnden Arztes
Homöopathie wirkt "anders" als herkömmliche Medikamente
und umso wirkungsvoller
Der homöopathische Weg zur Gesundheit ist nicht immer der leichteste
Weg. Heilung ist ganzheitlich betrachtet ein Entwicklungs- und Reifungsprozeß
und Entwicklungsvorgänge sind nicht immer einfach verständlich.
Der homöopathische Weg ist nicht nur ein zutiefst humaner Zugang
zum menschlichen Leiden, sondern auch ein höchst wirkungsvoller.
So wie auch im menschlichen Leben oft scheinbar kleine Ursachen große
Auswirkungen zeigen, so bewirken die winzigen, sanften aber passenden
Reize der homöopathischen Arzneien den besten und wirkungsvollsten
Anreiz zu einer neuen Gesundheit.
Die ÖGHM bürgt für eine hochqualifizierte
homöopathische Ausbildung und Fortbildung.
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